26.03.2019 FC Viktoria Köln vs SC Fortuna Köln 2:3

Mittelrheinpokal

Zuschauer: 4.100

Sportpark am Höhenberg: Köln

Ich durchlebte den gesamten Tag heute ein einziges Déjà Vue. Fast zur gleichen Zeit wie im vergangenen Jahr trafen der FC Viktoria Köln und der SC Fortuna Köln im Mittelrheinpokal aufeinander. Dieses Jahr lediglich eine Runde früher und somit bereits im Viertelfinale. Ich war etwas weniger euphorisch, als in der vergangenen Saison beim Ticketkauf- letztlich war es dennoch ein No-Brainer bei diesem Spiel dabei zu sein. Das Spiel wurde auf die fanfreundliche Anstoßzeit um 18.00 angesetzt.

Also hieß es heute früh anfangen, um auch dementsprechend früh wegzukommen. Mit einer kleinen Verspätung erreichten wir Köln Messe/Deutz und mussten dort in die „U-Bahn“ umsteigen. Auch hier schienen sich die Ereignisse zu wiederholen, denn die Züge waren maßlos überfüllt. Dieses Bundesland hat ein wahnsinniges Infrastrukturproblem. Wir quetschten uns noch irgendwie in die Bahn und ich versuchte die nächsten zehn Minuten möglichst wenig zu atmen.

Am Stadion angekommen war dann etwas weniger Trubel als gedacht und so konnten wir schnell die Eingangskontrollen passieren. Dort kamen uns schon die ersten Gerüchte zu Ohren, dass der Anpfiff um 15 Minuten nach hinten verlegt wurde. Welch Wunder. Also reihte ich mich noch in die Essensschlange ein und kaufte mir eine recht gut schmeckende Currywurst mit Pommes. Kulinarisch ist Viktoria der Fortuna um Längen voraus. Dann nahmen wir die recht guten Plätze ein, die ermäßigt auch gar nicht so teuer waren.

Ich erschrecke mich immer wieder über mich selbst, aber im Duell Pest gegen Cholera bin ich stets eindeutig für Viktoria. Ich kann beide Vereine absolut nicht leiden, aber Fortuna und diese wichtigtuerische Anhängerschaft geht mir einfach unfassbar auf den Senkel. Das Duell auf den Rängen war mit einer gewissen Spannung erwartet wurden, da die Gruppe High Society Höhenberg (HSH) von Viktoria Köln, am vorigen Spieltag seine Fahne verloren hatte und sich danach aufgelöst hatte. So bestand durchaus Hoffnung, dass Fortuna diese präsentieren würde.

Offenkundig hatten die Fortuna Fans Probleme beim Einlass und so standen weit nach Anpfiff noch Anhänger vor den Toren. So war es nicht ersichtlich, ob Fortuna jetzt eigentlich supportete oder nicht. Die Lautstärke gab darüber keinerlei Aufschluss. Bis auf einige mittelleise Pöbeleien gegen Viktoria und einen Wechselgesang mit der Tribüne, wurde fast alles im Flüsterton vorgetragen. Kurz nach Wiederanpfiff, gab es dann eine bessere Phase, ehe die Stimmung schnell wieder verflachte. Ein kleines optisches Highlight gab es zum Schluss. Eine Eagles Blockfahne wurde hochgezogen und anschießend eine kleine Pyroshow gestartet. Viele der Fackeln wurden jedoch nicht in der Hand gehalten. Die Fahne wurde nicht präsentiert. Definitiv kein derbywürdiger Auftritt.

Viktoria war durch die fehlende Aktivität der HSH auch kaum zu vernehmen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es ein kleines Konfettiintro. Ansonsten ward nicht viel von den Viktorianern gesehen. Selbst auf der Haupttribüne drückten mehr Leute der Fortuna die Daumen, was einiges über diesen Verein aussagt.

Lediglich das Spiel riss mal wieder einiges raus. Viktoria spielt einen tollen Fußball, das muss man neidlos anerkennen. So war es ein Spiel auf Augenhöhe mit viel Würze und tollem Offensivdrang. Es ging hin und her und es fielen einige Tore. Fortuna ging in Führung. Danach traf ein Spieler von Viktoria doppelt- nur leider einmal ins eigene Tor, sodass es 1:2 in die Pause ging. Kurz vor Schluss belohnte sich Viktoria für einen couragierten Auftritt mit dem 2:2. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Fortuna dann jedoch den vielumjubelten Siegtreffer. Ein bitteres Ding.

Fortuna feierte den Sieg dann ausgiebig und drückte der Mannschaft eine Derbysiegerfahne in die Hand. Diese zerrten an dieser herum und schmissen sie schlussendlich auf den Rasen und ließen sie liegen. Herrlich.

Nach dem Spiel wollten wir smooth weg, aber die Verkehrsmittel fuhren einen 15-30 Minutentakt und man kam gar nicht mehr auf das Gleis. Erzählt mir bitte nie wieder Köln wäre eine veritable Großstadt. So wurde es eine kleine Odyssee, bestehend aus Fußweg, Radfahren und einem Cocktail, die uns schlussendlich nach Hause führte.

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