11.08.2019 VFB Eichstätt vs Hertha BSC 1:5

DFB Pokal

JWD Arena: Ingolstadt

Zuschauer: 7.030

Die Auslosung der zweiten DFB Pokalrunde erlebte ich mit großer Spannung. Ich befand mich auf einer brasilianischen Landstraße ohne Netz und spielte die möglichen Optionen durch. Als mich dann die Nachricht erreichte, dass es gegen den VFB Eichstätt ginge, jubelte ich erst einmal auf. Ein Dorfverein irgendwo im Bayern. Das klang nach einem entspannten Aufgalopp mit soliden Chancen für uns als Pokaltruppe weiterzukommen. Dann sah ich das Fassungsvermögen des Stadions und schnell schwante mir böses. Wenige Tage später kam dann die Bestätigung, dass das Spiel in Ingolstadt ausgetragen würde und meine Lust sank rapide ab. Ingolstadt gehört zu den Kapiteln meiner Herthakarriere, die ich eigentlich als abgeschlossen ansah.

Die Unlust wurde in den Tagen vorher langsam durch Vorfreude abgelöst. Nach der langen Sommerpause war es Zeit für den Pflichtspielauftakt. Mit dem Klabauterkeaper frühstückte ich noch in Würzburg, ehe sich die Wege trennten und ich mich als Solist auf den Weg nach Ingolstadt machte. Dieses Mal kam ich ohne Probleme durch den Verkehr und parkte mein Auto, wie beim vorletzten Mal in einem menschenleeren Gewerbegebiet. Dann lief ich noch 15 Minuten bis zum Gästeblock und man sah viele der geisteskranken Menschen wieder, die wohl ähnlich wie ich, in der Sommerpause auch nicht schlauer geworden waren und es immer noch mit der alten Dame hielten. Ich holte noch meine Karte ab und dann ging es auch schon direkt in den Block, der wunderschön in der Sonne lag.

Wir verquatschten noch ein bisschen die Zeit und dann schepperten wir auch schon die ersten Gesänge heraus. Man, machte das Spaß! Mit einer motivierenden Ansprache unseres Vorsängers ging es dann also in die Derbysaison. Wir starteten furios mit einer Blockfahne über den gesamten Block. Zu sehen war ein überdimensionaler DFB Pokal vor unserer Ostkurve, gepaart mit dem Spruchband: „Ihr habt es in der Hand“. Eine großartig umgesetzte Blockfahne, die in allerletzter Sekunde noch fertig gestellt wurde. Danke an alle Helfenden!

Beflügelt von der Choreo starteten wir motiviert in die Partie und legten bis auf wenige durchschnittliche Phasen auch einen wirklich guten Auftritt hin. Neben unseren normalen Liedern blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke und so feierten wir ausgelassen Wasserschlachten, bejubelten die Ballstaffeten unserer grandiosen Mannschaft und machten weiteren Unfug. Wenn es noch einmal eine Bestätigung brauchte, warum man sich das alles antut- dieser Tag war ebendiese Bestätigung. Es macht einfach unglaublichen Spaß im Block zu sein. Auf eine gute Saison!

Nach einer Schrecksekunde gleich zu Beginn, machte Hertha das erstaunlich souverän. Gerade offensiv sah das wirklich ziemlich gut aus und es konnten einige Chancen herausgespielt werden. Auch die Chancenverwertung stimmte. So war das schnell ein komfortabler Vorsprung. Defensiv sah das manchmal jedoch etwas gruselig aus und gerade Torunarigha verlor fast jedes Duell gegen einen bayerischen Regionalligaspieler und hatte Glück nicht vom Platz geschickt zu werden. Zur Halbzeit kam dann der ewige Alexander Esswein, der sogar noch ein Tor erzielte. Herrlich! Letztlich sicherten wir uns einen souveränen 1:5 Auswärtssieg, der Lust auf mehr machte.

Nach dem Spiel, traf ich eine dumme Entscheidung und meine geplante Abkürzung, führte zu einem gewaltigen Umweg. Auf der Fahrt kam ich dann noch in ein böses Unwetter, das die Fahrzeit noch einmal ordentlich verlängerte. Viel zu spät erreichte ich dann Pforzheim, mein Quartier für die Nacht und entspannte noch ein wenig, bevor die neue Woche begann.

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