25.08.2019 Hertha BSC vs VFL Wolfsburg 0:3

1. Bundesliga

Zuschauer: 42.738

Olympiastadion: Berlin

Und weiter ging es in der Reihe kuriose Anreisen. Aufgrund einer Wochenendbeschäftigung, die nicht auf den Namen Fußball hörte, begann der Tag heute viel zu früh und mit viel zu wenig Schlaf. Dafür bekamen wir einmal mehr den Beweis überbracht, dass Morgenstund Gold im Mund hat, denn wir radelten zwei Stunden durch die wunderbare Natur, die man sich zu dieser Uhrzeit kaum mit Leuten teilen musste. An einem Provinzbahnhof stiegen wir mit unseren Fahrrädern in die Bahn und dann trennten sich die Wege. Für mich ging es unmittelbar mit dem Zug weiter nach Berlin, denn heute war Heimspieltag.

Mich freute die Terminierung heute extrem, denn bei einer Terminierung auf den Samstag, wäre ich in ernsthafte Schwierigkeiten gekommen. Gegen 16:00 erreichte ich dann Spandau, stieg in die S-Bahn um und legte meine Sachen noch schnell in der Unterkunft ab. Dann spurtete ich direkt wieder los, kaufte noch etwas zu Essen und nahm dann die S-Bahn zum Olympiastadion. Gegen 17:20 erreichte ich das Stadioninnere und betrat kurze Zeit später dann auch wieder die geliebte Ostkurve.

Wir starteten das Spiel heute mit einer kleinen, optischen Chaosaktion. Luftballons, Kassenrollen, Luftschlangen und vieles mehr sorgten für ein wirklich schönes Bild. Per Spruchband wurden unter anderem die knapp 50 Stadionverbote thematisiert, die unter der Woche aus Dortmund einflatterten. Die Verfahren gegen Polizeibeamte wurden allesamt eingestellt. Sowohl die Auswahl an Leuten, die getroffen wurden, als auch die Dauer scheint dabei wirklich ausgewürfelt wurden zu sein. Auch in unserem Liedgut spiegelte sich die Situation wieder und so wurde nach Abpfiff noch minutenlag die Sektion Stadionverbot besungen. Die Mannschaft klatschte ausdauernd artig mit. Ansonsten war es ein eher dürftiger Auftritt. Gerade für ein Auftaktheimspiel eher enttäuschend.

Wolfsburg machte den Block durch eine ausgelegte Ultras-Fahne wieder etwas kleiner. Die Kompaktheit war dadurch wieder weitestgehend gegeben. Ab und zu kam mal etwas bei uns an, die meiste Zeit fielen die Gäste jedoch nicht weiter auf.

Das Spiel endete mit einer bösen Packung. Dabei hätte es fast so schön angefangen. Nach wenigen Sekunden ertönte der Pfiff des Schiris und es sollte Elfmeter für Hertha geben. Der Videoschiedsrichter machte dem aber einmal mehr einen Strich durch die Rechnung. Wenige Minuten später gab der Schiri dann Elfmeter und der Videoschiedsrichter schaltete sich nicht ein. In der Folge spielte Hertha wundervolle 30 Minuten. Tolle Kombinationen und etliche Chancen wurden herausgespielt, blieben letztlich aber auch ungenutzt. In der zweiten Halbzeit lief dann gar nichts mehr zusammen und Hertha blieb erschreckend harmlos. Als man mehr öffnete, konterte Wolfsburg eiskalt und erhöhte auf 0:3. Sicher in der Höhe nicht verdient, aber hier fehlte heute einfach die Cleverness. Weitermachen und an die erste halbe Stunde anknüpfen.

Nach dem Spiel kam es noch zu einem weiteren Angriff der Berliner Polizei auf Herthaner hinter der Ostkurve. Ich erlebte diesen nicht mehr, da ich mich früh auf den Heimweg machte. Na, zumindest die Polizei startet motiviert in die neue Saison…  

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