19.09.2019 PSV Eindhoven vs Sporting Clube de Portugal 3:2

Euroleauge

Philips Stadion: Eindhoven

Zuschauer: 29.000

Zumindest Sporting spielt in diesem Jahr europäisch. Nachdem Hertha nichts mit den Europapokalplätzen zu tun hatte und Straßbourg in Frankfurt ausschied, freute ich mich umso mehr auf Ausritte mit Sporting nach Europa. Mit großer Spannung erwartete ich daher die Auslosung zur Gruppenphase der Euroleauge und hoffte auf Spiele in einem unserer Nachbarländer. In einem extrem undurchsichtigen Verfahren war zumindest das Resultat erfreulich, denn mit Eindhoven und Linz waren zwei sehr interessante Ziele dabei. Das Spiel in Eindhoven war dann direkt das Auftaktspiel, aber aufgrund der geringen Entfernung stellte dies kein größeres Problem dar.

Netterweise stellte der staatstragende Sylvaner einmal mehr ihr Auto zur Verfügung und so ging es entspannt in Richtung Niederlande. Röller und der Ziegelstein signalisierten schnell Bereitschaft und so rollten wir mit einem vollbesetzten Auto in die Niederlande. Kurz vor Eindhoven kamen wir erwartungsgemäß noch in etwas dichteren Verkehr, aber es blieb ohne richtige Verzögerung. Das Stadion ist erfreulicherweise recht zentral, was natürlich für die Parkplatzsituation nicht ganz einfach ist. Wir machten fast alles richtig, aber eben auch nur fast. Zumindest war der Parkplatz selbst für mich als Grottenparker machbar und in 15 Minuten auf einem schönen Weg waren wir am Stadion.

Wir holten uns noch schnell einen Döner und liefen dann zum Stadion. Der Einlass ist ähnlich wie in Gelsenkirchen über eine Art Tunnel geregelt. Zunächst wurde man von Ordnern in einen höchstens drei Meter breiten Gang gelassen. Dann gab es eine lange Schlange und sage und schreibe zwei funktionierende Drehkreuze, durch die man immer nur tröpfchenweise gelassen wurde. Dann die Treppe hoch, zur Kontrolle, über die Brücke ins Stadion und dann noch gefühlte 500 Stufen hoch bis zum Block. Schon komisch. Es wurde dann immer lauter, je weiter nach oben man kam und es war schon ein gutes Gefühl dann den Block zu betreten. Zwei Minuten vor Beginn war ich da und wurde gleich von einer Böe Rauch begrüßt. Schön!

Der Block war merkwürdig. Im Oberrang, schlechte Sicht durch ein Fangnetz und Pfeiler und es gab keinen Durchgang zwischen den Blöcken. So verteilten sich die Sportinguistas unnötigerweise auf zwei Blöcke. Wir waren im Bereich der Dirretivo Ultras, die auch wieder der Großteil des Supports koordinierten. Die Stimmung war eher ein bisschen mau. In der zweiten Halbzeit saß sogar ein Großteil der Zuschauer im Gästeblock. Da machte sich der hohe Diasporaanteil schon bemerkbar. Die erste Halbzeit war in Ordnung und am Ende konnte ein kleiner Ultrahaufen wirklich nochmal die Leute mitnehmen, was viel Spaß machte.

PSV hatte zwei Schwenker und zwei hässliche Zaunfahnen. Der Support war nicht überwältigend, aber einige Male stieg das Stadion mit ein und dann wurde es laut. Vor allem war das aber nach den Toren der Fall. Gefiel mir nicht so richtig gut, aber das ist eben Holland. Zumindest war das Zuschauerinteresse wirklich hoch für so ein Spiel. Ging schon klar.

Das Spiel war wirklich super und es ging hin und her. Die Niederlage von Sporting war absolut vermeidbar. Eigentlich gefiel mir der Auftritt wirklich gut. Die Mannschaft kombinierte gut, spielte sich Chancen heraus und vor allem Bruno Fernandes war wie ein Ballmagnet. Eindhoven war aber eiskalt. Ein Traumtor, ein Eigentor und eine Unaufmerksamkeit reichten für die holländischen Tore. Sporting schoss ebenfalls zwei, aber es reichte leider nicht für einen Punkt. Schade!

Nach dem Spiel gab es dann wie erwartet eine völlig unnötige Blocksperre. Circa 25 Minuten mussten wir warten und es blieb erstaunlich ruhig. Natürlich musste man im Block bleiben und durfte nicht unten auf Toilette gehen. Die Maßnahme wurde von einer Brasilianerin angesagt, was nicht für Begeisterung sorgte. Dann war es aber irgendwann so weit und wir konnten zumindest direkt zum Auto. Kurz verlaufen, aber dann eine reibungslose Fahrt und so waren wir noch vor Mitternacht zu Hause.

Sporting!

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