22.09.2019 Al-Dersimspor vs Frohnauer SC 2:4

Berlinliga

Zuschauer: 130

Lilli-Henoch-Sportplatz: Berlin

Genau die anvisierte S-Bahn fiel aus und so wurde aus dem perfekten Timing schnell ein ganz klares „Wir verpassen den Anpfiff“. Die Bahn verspätete sich noch ein wenig und so streckten wir erst um 5 nach 3 den Kopf aus dem S-Bahn-Schacht. Kollektives Staunen in unseren Augen. Die haben wirklich noch nicht angepfiffen. So kam es, dass wir mit dem Anpfiff den Sportplatz betraten. Was ein Glück. Im Prinzip hätte man auch ohne Eintritt zu bezahlen das Spiel gucken können, aber sechs Euro erschien uns ein fairer Preis für eine Unterstützung des Amateurfußballs. Wir nahmen in der ersten Halbzeit im Schatten Platz. Mit uns hatten auch einige andere Leute (Unioner?) den Doppler auserkoren. In der zweiten Halbzeit wechselten wir in die Sonne und saßen somit direkt neben den Auswechselspielern.

In der ersten Halbzeit spielte Al-Dersimspor guten Fußball und konnte durch ein Tor in Führung gehen. Ein sehenswerter Freistoß sorgte für den Ausbau der Führung. Frohnau spielte aber ziemlich gut, sodass ich ein Unentschieden prognostizierte. In der zweiten Halbzeit kippte die Partie aber völlig. Die Heimmannschaft steigerte sich in einen Verschwörungstheoretikerkampf mit dem Schiedsrichter und fing an sich über jede Entscheidung zu echauffieren. Der Schiedsrichter wurde immer übler angemacht und ließ sich auf das Spiel ein. Frohnau erzielte den Anschluss und Al-Dersim wurde immer wilder.

So kam es sage und schreibe zu vier Platzverweise gegen Al-Dersim. Einige davon waren hart, aber die Heimmannschaft war ehrlich gesagt selber schuld. Dieses ständige Beschweren ging einem einfach nur auf den Senkel. Als der Kapitän sich nach der 2:3 Führung für Frohnau auswechseln ließ und die Mannschaft sogar überlegte nicht mehr weiterzuspielen, war das Fass irgendwann voll. Mit dem vierten Platzverweis pfiff der Schiri das Spiel ab und es war kurz unklar ob es sich um den Schlusspfiff oder um einen Abbruch handelte. Respekt an Frohnau, die das gesamte Spiel fair und cool blieben.

Nach dem Spiel kochten die Gemüter ein weiteres Mal hoch. Dann verschwanden langsam alle Leute und kurze Zeit später erschienen zwei Polizeiwagen. Ob das im Zusammenhang mit dem Schiri stand, ist eine indizienbasierte Spekulation. Puh! Später in der Woche brachte die Presse die Gewissheit… Wir ließen den Abend dann im nahegelegenen Schöneberg ausklingen und trauerten dem Wochenende schon nach.

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