04.10.2019 Hertha BSC vs Fortuna Düsseldorf 3:1

1. Bundesliga

Zuschauer: 37.128

Olympiastadion: Berlin

Es war ziemlich kalt und regnete bereits den ganzen Nachmittag. Meine Motivation zum zugigen Olympiastadion zu fahren war also schon einmal größer. Wettertechnisch ist das auch einfach eine fiese Phase. Vor zwei Wochen saß man noch im T-Shirt und wähnte sich im Sommer und nun fühlt man sich wie im tiefsten Winter. Argh. Ich verkroch mich nach dem Arbeitsschluss daher erst einmal im Kinosaal meines Vertrauens, ehe ich dann zum Olympiastadion fuhr und pünktlich um 19:00 über die Schwelle trat. Aufgrund des Regens zogen wir unter das Stadiondach mit dem Kleberverkauf, der dieses Mal eher schleppend verlief. Und das in der Derbyzeit. Auf Herthaner!

Gegen 20.15 betrat ich dann die Kurve und es ging auch fast direkt mit der Einsingphase los. Wir starteten mit dem Lied, das erstmals in Köln versucht wurde. Die Melodie ist bekannt und der wenige Text jetzt nicht super originell finde ich. Die gleiche Melodie wurde auch schon für eine (augenzwinkernde) Ode an die Pyrotechnik und die Gewalt verwendet. Ein ordentlicher Teil der Herthaner und 50% der Ultrasgruppen setzten dann weiter auf diese Ode, was ich eher unglücklich fand. Geschlossenheit sollte in solchen Momenten schon eine höhere Priorität haben. Ansonsten gefiel mir die Ostkurve heute sehr gut. Die Mitmachquote hätte noch einen Ticken höher sein können, aber die Lautstärke war heute wirklich super. Es gab sehr wenige Durchhänger und auch optisch wie gewohnt stark. So sollten Heimspielauftritte öfter sein und langsam geht der Trend ja wieder in eine positive Richtung.

Düsseldorf war mit vielleicht 3.000 Leuten vor Ort und folgte dem Beispiel zahlreicher Vereine, die den Block durch ausgelegte Fahnen verkleinerten. So standen sie dann kompakt und schwenkten fast durchgehend die mitgebrachten Fahnen. Zu hören waren die Düsseldorfer aber 90 Minuten gar nicht. Selbst bei den Wechselgesängen gegen den DFB konnte man nur mutmaßen ob sie jetzt wirklich mitmachten oder nicht. Mein Lieblingsverein wird Düsseldorf wohl nicht mehr.

Auch auf dem Rasen sieht das langsam immer besser aus. Hertha machte heute von Anfang an das Spiel und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Plötzlich dann jedoch Aufregung. Völlig ohne Not foulte Mittelstädt im Strafraum einen Düsseldorfer. Der Videoschiedsrichter schaltete sich ein, aber der Schiri gab den Elfmeter nicht. Wohl eher eine Fehlentscheidung. Kurz danach wurde eine ganze Minute weitergespielt, ehe der Videoschiedsrichter sich erneut meldete. Dieses Mal gab es Elfmeter für Düsseldorf und es stand aus dem Nichts 0:1. Hertha wachte nun aber auf und drehte das Spiel noch vor der Pause durch ein Tor von Ibisevic und ein Traumtor von Dilrosun. Darida machte dann nach der Pause das 3:1, was der Endstand bleiben sollte. Wunderbar und so geht man gerne in die Länderspielpause! Weiter so. Ab jetzt beginnt die Derbyzeit, was der Mannschaft auch noch mal klargemacht wurde.

Beim Herausgehen aus dem Stadion kam es noch zu einer kleinen Schubserei mit einem aufmüpfigen Ordner, was auch die Polizei auf den Plan rief, die heute jedoch gelassen blieb. Ich trank noch ein Cider auf dem Parkplatz und verabschiedete mich dann in die regnerische Charlottenburger Nacht.

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