05.10.2019 SV Babelsberg 03 vs Rot-Weiß Erfurt 1:1

Regionalliga Nordost

Zuschauer: 2.082

Karl-Liebknecht-Stadion: Babelsberg

Es sind die kleinen Dinge im Leben. Manchmal sitzt man an einem Samstagabend mit einem Lächeln im ICE zurück ins tiefste Westdeutschland. Die Wangen gerötet von der frischen Luft, die Augen groß aufgrund vieler schöner Eindrücke und das Gemüt frohgestimmt wohl auch aufgrund der vielen Radler, die die Kehle hinunterflossen. Ich freue mich richtig darüber wie viele der Leser gerade die Augen verdrehen und vor sich hinfluchen: „Radler ist kein Alkohol“. Ha Ho He!

Ich fuhr mit der S-Bahn nach Babelsberg und traf den Südberliner Ebert am Fuße der Treppe. Am örtlichen Kiosk musste ich feststellen, dass die Kommerzialisierung auch in Babelsberg eingesetzt hat, denn das Sternburger Radler hat sich um mehr als 30% verteuert. Wenn unsere Gehälter mal so mitsteigen würden. Wir warteten dann vor dem Stadion, während der Mexico-Nils samt Vater im Stadioninneren auf uns wartete. Während hier die Zusammenführung gelang, misslang sie mit Tschernie. Diesem hatten wir noch in der Nacht vor dem Spiel eine Karte klargemacht, aber der Durst war mal wieder größer als die Lust auf zwei interessante Fanszenen direkt vor der Haustür.

Babelsberg startete das Spiel mit einer Choreografie auf der Gegentribüne. Hinter einem Choreospruchband „Ultras FI99“ wurde zentral das Sandmännchen gezeigt. Wegen des Filmparks Babelsberg, weiß doch jeder (Danke Erkner!) Daneben wurden zahlreiche Doppelhalter mit dem Konterfei von Karl Liebknecht (ich hoffe das stimmt) gezeigt. Die Underdogs befinden sich nach dem Streit mit dem Filmstadtinferno nun auf der überdachten Tribüne und waren heute schon von einigen Leuten umgeben.

Generell machte es heute Spaß, da in allen Ecken des Stadions etwas passierte. Die Underdogs hatten eine Trommel dabei und waren wenn auch leise konstant zu vernehmen. Das Filmstadtinferno wusste vor allem durch das schicke Intro zu gefallen und war auch sonst nicht schlecht aufgelegt. Gerade die Lautstärke überzeugte mich jedoch wieder eher nicht.

Erfurt hingegen gefiel mir richtig gut. Zahlenmäßig war das zwar nicht ganz so wie ich es erwartet hatte, dafür zogen aber gut und gerne 350 Leute das gesamte Spiel einen tollen Support durch. Sehr melodisch, tolle Trommelrythmen, gute Zaunbeflaggung. Fußballherz was möchtest Du mehr? Zudem waren sie deutlich lauter als die Babelsberger. Erfurt zeigte noch ein Spruchband in Richtung Babelsberg: „Fanfreundlicher Verein? Babelsberg 03 bückt sich für die Polizei“. Danke für diesen schönen Auftritt!

Auch zwischenmenschlich wurde wieder einiges geboten. Danke an das Babelsberger Mittelfeldwunder für die Karten. Auf der Tribüne litt ich gemeinsam mit dem Südberliner Ebert und den Mexikanern und später wurde ich sogar noch vom Hoppingwunder Erkner beehrt, mit dem ich über den Zustand der Fankultur im Jahr 2019 philosophierte. Fußball kann so schön sein!

Mit Ebert ließ ich den Tag dann mit Bundesligafußball in einer Babelsberger Pinte ausklingen. Ein wunderschöner Tag, der mich schon am Samstagabend wieder zurück nach NRW führte. Andere Verpflichtungen außer Fußball riefen mich zurück.  

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