07.02.2020 FSV Optik Rathenow vs Hertha BSC II 0:2

Regionalliga Nordost

Zuschauer: 364

Stadion Vogelgesang: Rathenow

Aufgrund einer Dienstreise ins wunderschöne Ostdeutschland, konnte ich bereits am Freitag auf Kosten des Arbeitgebers nach Berlin reisen. Als ich das Spiel von Hertha II in Rathenow sah, kannte meine Begeisterung keine Grenzen mehr. Kurz fühlte ich mich sogar so, als würde ich wieder in Berlin wohnen. Das Wochenende mit einem kurzen Ausflug nach Brandenburg einleiten- besser geht es doch fast nicht.

Die Meinung wurde nicht von allen geteilt und bei jüngeren Herthanern, die ich zum Spielbesuch einlud, galt eher die Devise: Alles ist besser als an einem Freitag nach Rathenow zu fahren. So, da hast Du deine Erwähnung im Blog, Tschernie.

Also fuhr ich alleine über den Bahnhof Jungfernheide nach Rathenow. 50 Minuten später erreichte ich die Stadt an der Havel. Ich finde diese Berlin-Brandenburg-Beziehung unglaublich faszinierend. Rathenow war wirklich anders und vor allem ruhig. Sobald man den Bahnhof verließ, war es absolut unvorstellbar, dass Berlin nur 50 Zugminuten entfernt ist. Ich genoss den Spaziergang durch Rathenow und atmete die frische Brandenburger Luft.

In einem gediegenen Wirtshaus stärkte ich mich noch mit einem wirklich leckeren Schnitzel und machte mich dann auf dem Weg zum Stadion. Da ich den korrekten Weg nicht fand, lief ich über einen völlig unbeleuchteten Feldweg. Einerseits super gruselig, andererseits auch wirklich wunderschön. Ach, Brandenburg.

Wie aus dem Nichts tauchte dann das Stadion Vogelgesang vor mir auf. Geht es denn eigentlich noch poetischer? Wenig Raum für Poesie ließ der Eintrittspreis. 12 Euro für ein Regionalligaspiel ist in einer strukturschwachen Region einfach abartig. Sonst war aber alles charmant. Ein schönes Stadion, lustige Leute und ein gutes kulinarisches Angebot. Hertha II gewann die Partie routiniert mit 0:2. Einen unfassbar guten Eindruck machte der erst 17-jährige Lazar Samardžić. Mark my words. Der Typ wird krass! Im offensiven Mittelfeld haben wir ja zurzeit auch ein Vakuum. Rein mit dem Typ.

Den Siegtreffer erzählte der degradierte Palko Dardai per direktem Freistoß. Der Sieg war sicher auch zurückzuführen auf die sehr jungen Herthaner, die großfressig ihre Mannschaft unterstützten. War schon teilweise lustig, wie per Minimegaphon die drei Jugendlichen koordiniert wurden, Fahnen geschwenkt und Zäune gestürmt wurden.

Nach dem Spiel ging es dann schnellen Fußes zum Bahnhof und nach wenigen Zugminuten erreichte ich dann das wunderschöne Berlin. 

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