26.02.2020 FC Hennef vs Alemannia Aachen 0:2

Mittelrheinpokal

Zuschauer: 850

Anton Klein Sportpark: Hennef

Na seht her: Es gibt sie doch noch die kleinen Abenteuer im Inland. Schon vor Wochen entdeckte ich das Viertelfinale im Mittelrheinpokal zwischen Hennef und Aachen und freute mich wie Bolle. Bei unangenehmem Wetter fuhr ich mit dem Fahrrad in Richtung Hennef und wechselte dann für ein paar Kilometer in die Bahn, als diese angenehmerweise an mir vorbeifuhr. Die letzten Kilometer führten mich dann wiederum mit dem Fahrrad direkt an der Sieg entlang. Beim Einbiegen in den Fahrradweg sah ich das Schild mit der Aufschrift „Hochwasser“. Da der Weg aber nicht gesperrt war und der Wasserpegel in den letzten Wochen gesunken war, dachte ich mir nichts dabei.

Recht schnell wurden die Wassermengen auf dem Weg jedoch immer größer und ich musste das erste Mal absteigen und holte mir nasse Füße. In der einsetzenden Dämmerung wurde das Wasser immer tiefer und mir wurde etwas mulmig. Nicht ohne Grund wie sich herausstellen sollte, denn schnell waren auch die Pedalen unter Wasser, sodass ich kaum noch durch die Wassermengen vorankam. Irgendwie kämpfte ich mich durch, war jedoch bis zum Schienbein völlig durchnässt.

So war es nicht verkehrt, dass ich meinen Schnapsvorrat an den von Alemannia gestellten Ordnern vorbeischmuggeln konnte. Aufgrund der ungünstigen Verhältnisse hielt ich es für moralisch akzeptabel mir durch ein ermäßigtes Ticket noch ein paar Euronen zu sparen. Nach einer Bratwurst und einem Brezel sah die Welt schon wieder anders aus und ich suchte mir ein Plätzchen am Rand der Haupttribüne. In der Halbzeit sorgte ich für etwas erstaunte Blicke, denn ich sicherte mir einen Platz an der Heizung im Vereinsheim und versuchte Socken und Schuhe so gut es ging auf der Heizung zu trocknen. Muss lustig ausgesehen haben für die anderen, wie da ein Idiot im Februar barfuß am Tisch im Vereinsheim sitzt…

Alemannia konnte früh in Führung gehen und so mögliche Zweifel am Weiterkommen schnell zerstreuen. Das frühe 2:0 sorgte dann für klare Verhältnisse und Aachen spielte den Stiefel routiniert runter und sicherte sich verdient das Weiterkommen in das Halbfinale des Mittelrheinpokals. Die Aachener Gruppen um die Karlsbande und die Yellow Connection waren beide vertreten und insbesondere die YC war sehr aktiv und hinterließ durch zahlreiche Fahnen auch optisch einen guten Eindruck. Ansonsten wussten die bekannten Lieder wieder zu gefallen und Aachen hinterließ einmal mehr einen sehr starken Eindruck. Wirklich respektabel, wie de Aachener Szene trotz der sportlichen Niederungen das Niveau hält.

Die Hennefer Supporters, die beim letzten Spielbesuch noch ab und zu etwas gesungen hatten, waren heute zwar anwesend, traten jedoch gar nicht in Erscheinung. Nach dem Spiel fuhr ich mit der Bahn nach Siegburg und irrte von da durch die kleinen Dörfer in Richtung warmes Zuhause. Dabei war ich mehr als einmal auf der falschen Fährte und so zog sich die Fahrt länger als geplant, brachte jedoch auch mehr Emotionen als geplant. Alles in Allem ein sehr schöner Mittwochabend, den ich unter einer warmen Decke auf dem Sofa beendete.

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