24.07.2021 SC Rheindorf Altach- LASK 0:1

Stadion Schnabelholz: Altach

Zuschauer: 3728

1. Österreichische Bundesliga

Während es in Deutschland auch in der neuen Saison allenfalls eine Perspektive auf Teilzulassungen von Zuschauern gibt, geht unser Nachbarland Österreich einen anderen Weg. Ab der Vorwoche gab es fast keine Corona-Beschränkungen mehr und auch im Fußballl galten kaum noch Restriktionen. Das bedeutete: Volle Kurven, reisende Gästefans und keine Masken mehr im Stadion. Schwer zu sagen, ob das der richtige Weg ist. Da sich bei mir abzeichnet, dass ich bei unserer Rückkehr ins Stadion nicht dabei sein werde, hatte ich große Lust zumindest noch einmal ein richtiges Fußballerlebnis zu haben. So lebte ich die zynische Doppelmoral: Ein Ticket auf der Haupttribüne, wo der nötige Abstand zu erwarten war und der beste Blick auf das Spektakel in beiden Kurven.

Ganz wohl war mir bei der Sache nicht und ich bin mir nicht sicher, ob ich es selbst übers Herz gebracht hätte, in der Kurve zu stehen. Wir verbrachten am Spieltag einen wunderschönen Tag am Bodensee und bezwangen zu Fuß den Pfänder. Recht kurz vor Anpfiff, parkten wir unseren Mietwagen dann in Altach und verabschiedeten uns für die 90 Minuten von 50% unserer Reisegruppe. Aufgrund der unproblematischen Einlasssituation hatten wir 10 Minuten vor Anpfiff bereits unsere Plätze eingenommen. Prompt schallten auch schon die ersten Gesänge durch das Stadion.

Man, war das schön endlich mal wieder ein richtiges Stadiongefühl zu haben. Wir saßen etwas näher an der Seite von Altach, deren Support von circa 50 Leuten getragen wurde. Ab und zu stiegen weitere Personen in der Kurve mit ein. Unter normalen Umständen wäre der Auftritt sicher nicht besonders aufregend gewesen- aber nach dieser Abstinenz war Altach fast eine Revolution.

Eine größere Nummer war natürlich im Gästeblock zu finden, denn die Fanszene aus Linz ist in einer anderen Kategorie einzuordnen. Der Aufritt war auch wirklich rund. Zu Beginn des Spiels wurde schwarzer und weißer Rauch gezündet und es gingen auch einige Fackeln an. Klare Minuspunkte gab es aber dafür, dass die Fackeln nicht in der Hand gehalten wurden, sondern teilweise auf dem Spielfeld entsorgt wurden. Da hatten offensichtlich nicht die richtigen Leute die Fackeln in der Hand. Danach wurde das gesamte Spiel durchgesungen und man konnte relativ leicht die Oberhand im weiten Rund bekommen- auch wenn der ganz große Ausbruch fehlte. Nach dieser langen Abstinenz hätte ich noch etwas mehr Gelöstheit erwartet.

Das Spiel war sehenswert, aber lediglich der LASK vermochte es den Ball einmal im Tor unterzubringen. So siegten die Schwarz-Weißen letztlich mit 0:1. Im Verlaufe der Partie wurde der Himmel immer dunkler und ein heftiges Gewitter zog auf. So kam es zu minutenlangen Starkregen, der auf das Spielfeld niederprasselte. Nachdem wir die meiste Zeit in Reihe 1 gesessen hatten, fanden wir uns mit dem Abpfiff in Reihe 5 wieder, um nicht klatschnass zu werden. Linz feierte noch seine Spieler und für uns ging es zügig zum Ausgang, um unsere Reisegruppe nicht weiter warten zu lassen.

Einen letzten Haken schlugen wir aber noch, denn es sollte noch Freibier geben. Durch einen sehr sozialen Österreicher, bekam ich den ersten Becher weitergereicht, den ich wiederum an den Klabauterkeaper weiterreichte, um meine Fahrtüchtigkeit nicht zu gefährden. Für mehr Freibier! Ruckzuck ging es auf die Bahn und nach einem schönen Abendessen im „schwäbischen“ Dialekt ging es ins Bettchen.

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