ÖFB Cup
Zuschauer: 750
Stadion an der Holzstraße: Lustenau
Auch am nächsten Tag sollte wieder eine Cup-Partie auf uns warten. Mittagsschlaffreundlich gestalteten wir die Anreise zum Spiel und verbrachten im Anschluss noch ein wenig Zeit in der Nähe des Rheins in Lustenau. Da der Rhein auch die Landesgrenze markierte, verbrachten wir ein bisschen Zeit in beiden Ländern. Dann ging es die letzten Meter zum Stadion und die Parkplatzsituation gestaltete sich schwierig. Schlussendlich musste der verwaiste Parkplatz eines Möbelhauses herhalten. Dann liefen wir von hinten durch das idyllische Wohnviertel zum Stadion.
Der Eintritt war für Frauen kostenlos, was bei Teilen der Reisegruppe für wütende Reaktionen, ob der „positiven“ Diskriminierung sorgte. Auch der Mini-Groundhopper hatte schlechte Laune und lauerte auf eine Möglichkeit auf den nächsten Wutausbruch. Als es dann vermeintlich keinen Apfelsaft gab, brach der Sturm los. Glücklicherweise konnten wir uns auf einen Ausflug auf die andere Seite des Spielfelds einigen. Dort gab es nämlich einen kleinen Spielplatz. Das dort gelegene Vereinsheim servierte dann sogar Apfelsaft, sodass die Laune sich wieder einpegelte. Blöd sahen wir dennoch aus, denn die Kellnerin fragte bestimmt zehn Mal: „Willscht ä Röhrle?“ Erst die Demonstration des Objektes brachte Klarheit: Es ging um einen Strohhalm. Wieder Sympathiepunkte als Alman gesammelt.
Die Zeit verfolg dann mit einer Mischung aus Fußball, Spielplatz und Spiel gucken. Das war heute eher Marke harte Arbeit, um die 90 Minuten zu absolvieren. Als das geschafft war, konnten wir aber nicht nach Hause, denn jetzt hatte der Mini-Groundhopper Lust zu bleiben. Also verbrachten wir locker noch 45 Minuten auf dem Stadiongelände, wuschen unsere Schuhe wie die Profis und zockten Fußball auf dem Rasen. Ayayay.
Zumindest gab es noch ausreichend Zeit, um die alte Tribüne zu bewundern. Auch heute gab es wieder ein wunderschönes Bergpanorama. Wir waren bei weitem nicht die einzigen, die im Stadion verblieben. Das ganze Dorf bewegte sich kaum, trank einfach weiter und so entstand eine wunderschöne, frühabendliche Atmosphäre. Kurios, denn auf dem Platz hatte der FC Lustenau das Spiel recht tragisch mit 1:4 verloren. Nicht ganz unbeteiligt war der Schiedsrichter, der wegen Meckerns doppelt Gelb zückte.
Irgendwann war dann genug gespielt und wir fuhren zurück über die Grenze.




