08.08.2026 SG Wattenscheid 09- SV Westfalia Rhynern 1:2

Regionalliga West

Zuschauer: 1.197

Lohrheidestadion: Bochum

Meine aufgehobene Zugbindung machte mir die Entscheidung noch einmal schwer. Früh nach Hause fahren oder doch noch ein Spiel mitnehmen? Die Aussicht darauf den halben Tag im Zug zu verbringen, begeisterte mich nicht wirklich. Dank familiären Backing entschied ich mich also für die Spielbesuchvariante. Das eröffnete die Möglichkeit für einen entspannten Morgen in Bochum. Nach einer kleinen Runde am sehenswerten Westpark inklusive cooler Hängebrücke, frühstückte ich in einem sehr coolen türkischen Lokal. So hatte ich mir das ausgemalt.

Dann ging es zum Bahnhof und ich entschied mich für die sichere Variante und die Rucksackabgabe in einem Schließfach. Es waren noch drei Schließfächer verfügbar. Blöd nur, dass ein Lad seinen Rausch unmittelbar vor diesen Schließfächern ausschlief. Schlussendlich hätte ich die Aufgabe jedoch mit mehr Entschlossenheit lösen können. Der Mann reagierte weder auf Ansprache noch auf den Balanceakt des Rucksacks zum Schließfach. Die Sektion Dortmund berichtete kurze Zeit später ähnliches. Ich trank noch einen schnelle Café und dann ging es mit der Straßenbahn in Richtung Lohrheide.

Überraschend stieg auch der letzte Mitstreiter kurze Zeit später in die gleiche Bahn und so ging es geschlossen zur Lohrheide. Der Stadionname weckt als Kinder der 90er Nostalgie. Leider habe ich das alte Lohrheidestadion nicht mehr erlebt. Seit der Renovierung kommt das Stadion deutlich moderner daher. Mit der blauen Laufbahn besteht für mich direkt ein emotionaler Anknüpfungspunkt. Generell sieht man aber, dass die Leichtathletik in dem Stadion dominiert. Ansonsten ist es aber einfach ein ganz normales Stadion ohne große Euphorie auszulösen.

Auch ansonsten war das eher eine maue Nummer heute. Circa 20 Leute stellten sich kompakt in der Wattenscheider Kurve auf und zeigten einen ultraorientierten Auftritt. Sonderlich in Erinnerung wird mir dieser nicht bleiben. Im Gästeblock gab es erstaunlich viele Mitgereiste, die jedoch nur hier und da mit Sprechchören auffielen.

Wattenscheid ging mit 1:0 in Führung. In der Folge kam Rhynern jedoch besser ins Spiel und konnte das Ding drehen. Relativ unaufgeregt brachten sie diese knappe Führung über die Zeit. Das eigentliche Highlight wartete noch auf uns. Nach dem Abpfiff wurden alle Bratwürste für einen Euro unter das hungrige Volk gebracht. Da ließen wir uns nicht lange bitten. Worms Vibes in Wattenscheid. Für mich ging es dann mit der Sektion Dortmund zum Bochumer Hauptbahnhof. Dank einer Weichenstörung war die nächste Etappe komplex. Irgendwie schaffte ich es dann nach Hamm und nach einem schnellen Abendessen ging es in einem angenehm leeren ICE entspannt zurück nach Berlin.

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