2. Bundesliga
Zuschauer: 526
Karl-Liebknecht-Stadion: Potsdam
Eigentlich wollte unsere kleine Reisegruppe heute nach Frankfurt Oder, um endlich einmal das dortige Stadion zu kreuzen. Glücklicherweise meldete die Sektion FFO dann noch die Verlegung des Spiels auf den Kunstrasenplatz, sodass die Nebenplatzfalle nicht zuschnappen konnte. So richtig attraktive Alternativen gab es nicht, sodass wir uns für die pragmatischste Variante entschieden und einfach zum Heimspiel von Turbine Potsdam fuhren. Das Karli habe ich natürlich schon oft besucht- aber noch nicht bei einem Heimspiel von Turbine. Zudem war es für den Kleinen ein neues Kreuz. Mit dem Fahrrad fuhren wir also vor und holten uns an der Tageskasse die Tickets.
Die Boxen waren extrem laut aufgedreht, sodass wir erst noch kurz hinter der Tribüne warteten und dann mit dem Anpfiff hineingingen. Etwas mehr als 500 Zuschauer waren ins Karli gekommen. Davon viele Sympathisanten von Borussia Mönchengladbach. Die Gladdies waren auch auf dem Feld das überlegene Team und konnten auch in der Höhe verdient mit 1:4 gewinnen. Ein Stück weit stand dieses Spiel sinnbildlich für die Entwicklung des Frauenfußballs, die zunehmend etablierte Frauenmannschaften verdrängt. Die großen Vereine haben einfach andere finanzielle Mittel und vermutlich auch bessere Trainingsbedingungen. Ich sehe das pragmatisch. Ich habe den Eindruck, dass es der Qualität des Frauenfußballs eher zuträglich ist und auch das Interesse steigert. Auch ich verfolge durch die Hertha Frauen deutlich intensiver was in den Ligen so los ist. Zu den Vereinen hat man einfach eine bereits bestehende Bindung- etwas, was Turbine Potsdam und der SC Sand nur eingeschränkt vorweisen können.
Das Spiel verging mit Bratwurst, Zocken auf dem Nebenplatz bei brütender Hitze. Kurz nach dem Abpfiff ging es für uns mit dem Fahrrad zurück nach Hause und in die kühlende Wohnung.